
Ich habe lange versucht, richtig zu sein.
Richtig für meine Eltern.
Richtig für das Bild von „normal“.
Richtig im Funktionieren.
Egal wie sehr ich mich bemühte –
es schien nie ganz zu reichen.
Also strengte ich mich noch mehr an.
Ich ignorierte meinen Körper,
obwohl er mit seiner Skoliose längst laut schrie.
Ich heiratete, um verheiratet zu sein.
Ich trank, um nicht mehr spüren zu müssen.
Ich machte mich kleiner, als ich war.
Alkohol begleitet mein Leben seit 25 Jahren nicht mehr.
Darauf bin ich stolz.
Meine erste Ehe liegt ebenso weit zurück.
Heute bin ich neu und glücklich verheiratet.
Nach 2 Fehlgeburten blieben wir kinderlos.
Mein Körper ist kein Projekt mehr.
Er ist Teil von mir.
Meine Wendepunkte
Scheidung.
Depression.
Alkoholsucht.
Hodenkrebs.
Burnout.
Es waren keine Abstürze,
sondern Schwellen.
Sie haben mich gezwungen,
mich nicht länger zu übergehen.
Ich habe gelernt, mich abzugrenzen.
Auch von meiner Herkunftsfamilie.
Ich habe gelernt, Beziehungen bewusst zu wählen.
Nicht aus Anpassung –
sondern aus Resonanz.
Wer ich heute bin
Ich bringe Struktur in Unübersichtliches.
Ich denke systemisch und in Zusammenhängen.
Ich erkenne Muster – und benenne sie.
Ich bin diszipliniert und ruhig.
Ordentlich im Denken.
Verlässlich im Handeln.
Reflektiert im Gespräch.
Ich bleibe gelassen,
auch wenn es komplex wird.
Ich fahre Motorrad.
Ich segle.
Ich liebe das Meer, Schluchten und Wälder.
Warum ich so arbeite
Weil ich weiß, wie es ist,
sich selbst auszuweichen.
Und weil ich weiß, was geschieht,
wenn man damit aufhört.
Meine Arbeit ist ruhig.
Und sie ist klar.
Ich dränge nichts.
Aber ich weiche auch nichts aus.
Nicht jeder sucht diese Form der Begegnung.
Aber wer sie sucht, spürt es meist sofort.
Aus diesen Erfahrungen ist meine Arbeit für innere Klarheit entstanden.